Bali mal anders - die Nordküste

Zurück auf Bali

Wieder auf Bali angekommen, verändert sich das Bild sofort.

Schon auf dem Weg sehen wir wieder die geschmückten Straßen, die wir bereits von unserem ersten Aufenthalt kennen. Die Menschen tragen traditionelle Kleidung, überall finden Zeremonien statt und die Stimmung fühlt sich komplett anders an als zuvor.

Diesmal wollen wir nicht die typischen Orte im Süden erkunden, sondern die ruhigere Seite der Insel kennenlernen: die Nordküste Balis.

Ursprünglich war unser Plan, die einzelnen Orte mit dem Roller abzufahren und immer wieder die Unterkunft zu wechseln. Nach kurzer Überlegung entscheiden wir uns aber dagegen. Statt ständig weiterzuziehen, wählen wir drei Orte aus, an denen wir länger bleiben und von dort aus die Umgebung erkunden.

Unsere Route führt uns von Amed über Munduk bis nach Pemuteran.

Von entspannten Arbeits- und Gym-Tagen am Meer über das „Österreich mit Palmen“ mitten in den Bergen bis hin zu einer ruhigen Küstenstadt mit unglaublichem Essen und dem größten künstlichen Korallenriff der Welt.

Also los geht’s.

Amed – Meer, Gym und die besten frittierten Bananen der Reise

Mit dem Taxi fahren wir nach Amed, wo wir eine Woche bleiben wollen.
Die ersten Tage machen wir nicht besonders viel – und genau das tut nach den letzten Wochen richtig gut. Wir buchen uns für die komplette Woche einen Zugang zu einem Gym inklusive Recovery-Bereich.
Und was soll ich sagen: Es ist eine der besten Investitionen.
Nach einer kleinen Trainingseinheit noch in die Sauna, danach ins Eisbad und einfach ein paar Stunden entspannen – unser Körper dankt es uns nach den Reisetagen wirklich.

Natürlich erkunden wir trotzdem noch die Gegend. Wir leihen uns einen Roller und fahren die Küste entlang. Unser erstes Ziel ist ein Café an den BERINA Reisterrassen.
Die Aussicht ist wunderschön – aber noch besser sind die frittierten Bananen. Die Bewertungen haben nicht gelogen: Das sind wirklich die besten frittierten Bananen, die wir auf unserer Reise bisher gegessen haben. :)
Danach fahren wir weiter durch kleine Dörfer, über steile und teilweise ziemlich holprige Straßen zu einem Aussichtspunkt.
In Amed gibt es einen sehr bekannten Instagram-Spot (Lahangan SWEET) mit den dafür typischen Plattformen und Schaukeln. Von dort halten wir uns bewusst fern – zu viele Menschen und zu wenig echtes Erlebnis. Nur wenige Straßen weiter finden wir einen ähnlichen, unbekannteren Aussichtspunkt. Der Bukit Indah Camping Spot. Und hier haben wir genau das, was wir suchen: Ruhe.
Außer der Familie, die den Ort betreibt, ist niemand hier. Der Besitzer ist unglaublich freundlich. Er bietet uns sogar an, die typische Schaukel auszuprobieren, macht Fotos und Videos von uns und freut sich einfach, dass wir da sind.
So zahlt man doch gerne einen kleinen Eintritt, wenn man damit eine lokale Familie unterstützt.

Ein paar Tage und einige Rollerfahrten später machen wir einen Tagesausflug zu einem großen Wasserpalast . Die Anlage ist echt beeindruckend und sehr groß, überall umgeben von Wasser, in dem sich Fische tummeln, die wir füttern können. An den Wegen gibt es viele Pflanzen und es sieht alles liebevoll gepflegt aus. Von den Stufen aus hat man sogar eine Aussicht auf das Meer. Der Tagesausflug hat sich gelohnt!

Amed ist außerdem für seine tollen Schnorchelspots bekannt – und das können wir definitiv bestätigen. Wir schnorcheln zu einem versunkenen japanischen Schiffswrack und einem kleinen Tempel unter Wasser. Rundherum entdecken wir unzählige bunte Fische und wunderschöne Korallen.

Nach dem Schnorchelausflug heißt es dann aber auch schon wieder Abschied nehmen.
Unser nächster Stopp: Munduk.

Munduk – Österreich mit Palmen

Schon auf der Fahrt nach Munduk merken wir: Hier ist Bali komplett anders, als alles was wir bisher gesehen haben.

Die Küstenlandschaft verschwindet langsam und wir fahren immer höher in die Berge. Zwischen den grünen Hügeln liegen große Seen, die Landschaft erinnert uns tatsächlich stark an Österreich.

Wenn da nicht die Schreine, Tempel und tropischen Pflanzen wären, könnte man den Ort fast verwechseln.

Unser Homestay ist wieder ein Volltreffer.

Direkt vor uns erstreckt sich der Dschungel mit Bananenpflanzen, Palmen und unzähligen anderen tropischen Pflanzen. Dazu haben wir eine wunderschöne Aussicht auf die Berge.

Hier fühlen wir uns sofort wohl.

Wasserfälle, Dschungel und versteckte Tempel

Unser erstes Abenteuer in Munduk ist eine Wasserfalltour. Die Wege führen durch den Dschungel, aber vor allem führen sie viele Treppen hinunter – und natürlich später auch wieder hinauf. Unsere Beine merken die Höhenmeter definitiv. Aber es lohnt sich.
Die Wasserfälle liegen mitten im Grünen und der Weg dorthin ist fast genauso schön wie die Wasserfälle selbst.
Auch unterwegs gibt es immer wieder etwas zu entdecken. Am Straßenrand stehen kleine Stände mit allen möglichen Gewürzen. Überall riecht es nach den typischen Aromen Balis.
Was uns außerdem auffällt: Überall steigen Kinder ihre Drachen in den Himmel. Und zwar nicht nur für ein paar Minuten. Die Drachen schweben teilweise hunderte Meter hoch und die Kinder verbringen damit stundenlang ihre Zeit. Es ist irgendwie faszinierend.

Mit unserem Roller erkunden wir die Umgebung weiter und landen schließlich an einem der Seen mit einem Tempel im Wasser.
Der Ort wirkt fast wie ein Lost Place. Nur, dass hier trotzdem viele Einheimische herkommen. Einige machen Fotos vor dem Tempel, andere sitzen auf der Wiese und picknicken. Manche machen eine Bootstour, andere gehen angeln. Wir entdecken sogar drei Angler, die mit umgebauten Gewehren auf Fische im flachen Wasser schießen. Dass sie damit tatsächlich etwas fangen, hätten wir ehrlich gesagt nicht erwartet.

Wir genießen die ruhigen Tage in Munduk und besonders die angenehm kühle Luft.
Trotzdem freuen wir uns langsam wieder auf das Meer und die Sonne.
Also geht es weiter nach Pemuteran.

Pemuteran – unser unterschätztes Highlight im Norden

Für Pemuteran buchen wir uns direkt eine ganze Woche in einer wunderschönen Unterkunft ein. Und diese Unterkunft ist preislich wahrscheinlich das beste, was wir bisher auf unserer Reise hatten. Anfangs fragen wir uns noch, ob uns hier vielleicht langweilig wird. Aber genau das Gegenteil passiert.

Nach entspannten Tagen am Strand, Schnorchelausflügen, kleinen Wanderungen in die umliegenden Berge und vor allem unglaublich gutem Essen verlieben wir uns richtig in diesen Ort.

Pemuteran ist ruhig, entspannt und fühlt sich noch sehr lokal an. Und dann kommt das Essen. Wir essen hier einen der besten Burger jemals.
Das Highlight: die frittierten Pilze auf dem Burger. Klingt erstmal merkwürdig, aber diese Kombination ist überraschend lecker.
Außerdem finden wir hier die besten und frischesten Donuts überhaupt. Für gerade einmal 37 Cent bekommt man diese kleine Zuckerbombe – eigentlich müsste das verboten sein. :) Natürlich genießen wir auch weiterhin das frische Obst, die gerösteten Nüsse mit den besonderen Gewürzen und all die kleinen lokalen Snacks.

Tempelbesuch mit Affenwald

Ein weiteres Highlight ist ein farbenfroher Tempel in der Umgebung. Viele Einheimische kommen hierher, um Zeremonien abzuhalten. Wir beobachten das Geschehen, machen einige Fotos und genießen einfach die besondere Atmosphäre. Direkt dem Tempel angrenzend befindet sich auch ein Wald voller Affen. Und diese sind nicht gerade schüchtern.
Sie schleichen sich immer wieder auf das Tempelgelände und versuchen, die Opfergaben zu klauen.
Hier sollte man wirklich aufpassen, unter welchem Baum man steht. Hahaha.

Ein weiteres unerwartetes Erlebnis ist ein riesiger Waldbrand auf einem der Berge, den wir von unserer Unterkunft aus sehen können.
Ein beeindruckendes, aber auch etwas beunruhigendes Schauspiel.

Fazit Nordküste Bali

Und so schnell geht unsere Zeit auf Bali schon wieder vorbei.

Für uns fühlt sich der Norden komplett anders an als der touristischere Süden der Insel. Hier gibt es weniger Trubel, mehr Natur und viel mehr Einblicke in das lokale Leben. Wir lieben die kleinen Warungs mit ihrem unglaublich leckeren Nasi Campur, die Gastfreundschaft der Menschen und diese entspannte Atmosphäre.

Amed, Munduk und Pemuteran haben uns gezeigt, dass Bali noch viele ruhige und wunderschöne Ecken hat, die man entdecken kann.

Aber jetzt heißt es Abschied nehmen.
Unser nächster Stopp: Java.
Und dort warten neue Abenteuer auf uns:

Wanderungen, Vulkane und riesige Wasserfälle.

ein kleiner Teaser:

Zurück
Zurück

Java und seine Naturwunder

Weiter
Weiter

Lombok statt Bali? Unser Reisebericht über Traumstrände, Inselleben und den Vulkan Rinjani