Java und seine Naturwunder

Java, die Nachbarinsel von Bali ist riesig. Genau deshalb mussten wir uns entscheiden, welchen Teil wir sehen wollten. Anstatt die gesamte Insel zu erkunden, konzentrieren wir uns auf die Highlights, die uns am meisten reizen:
Beeindruckende Vulkane, versteckte Wasserfälle und Landschaften, die wir so noch nie gesehen haben.

Unsere Route steht deshalb schon vorab fest: Mit der Fähre geht es von Bali nach Java. Unser erster großer Stopp wird der Vulkan Ijen sein, danach geht es weiter zur Vulkanlandschaft des Bromo und anschließend zum berühmten Tumpak Sewu Wasserfall. Zuletzt wollen wir dann nach Malang, um ein paar Tage zu entspannen und uns wieder zu ordnen.

Ein paar Eindrücke, die dich in diesem Blog erwarten vorab:

Ankunft in Banyuwangi – unsere erste Überraschung wartet direkt vor der Unterkunft

Nach der Überfahrt von Bali nehmen wir ein Taxi, das uns etwas außerhalb von Banyuwangi zu unserer Unterkunft bringt. Schon auf der Fahrt merken wir: Java fühlt sich anders an. Wir fahren durch kleine Dörfer, vorbei an Menschen, die ihren Alltag auf der Straße verbringen, und sehen überall kleine lokale Essensstände.

Ein wenig ausserhalb kommen wir unserer Unterkunft immer näher. Dann entdecken wir plötzlich ein großes Zelt mit extrem lauter Musik direkt an der Straße. „Ach schön“, denken wir noch. „Da können wir später einmal dran vorbeilaufen.“ Ein paar Minuten später stellen wir fest: Die Hochzeit findet nicht irgendwo statt – sie findet direkt vor unserer Unterkunft statt. Später werden wir noch ziemlich erleichtert sein, als die Musik tatsächlich um 21 Uhr ausgeht.

Unsere Unterkunft selbst ist dafür ein echter Glücksgriff.
Das Highlight: Direkt vor unserem Fenster beginnt der Dschungel. Auf den Bäumen rund um unseren Balkon sitzen zahlreiche Affen, die wir stundenlang beobachten könnten.

Abgesehen davon gibt es in dem kleinen Dorf allerdings nicht viel zu entdecken. Es gibt lediglich zwei lokale Essensstände (Bakso und Martabak), weshalb wir uns größtenteils Essen direkt in der Unterkunft bestellen.

Am nächsten Tag erkunden wir den Dschungel direkt vor unserer Tür. Der Weg führt uns zu mehreren kleinen Wasserfällen. Um dorthin zu gelangen, müssen wir über wackelige Brücken und durch kaltes Flusswasser laufen – vorbei an Affen, die nicht unbedingt den Eindruck machen, als würden sie uns besonders freundlich begrüßen.

Leider spielt das Wetter nicht ganz mit. Es regnet immer wieder, weshalb wir die Gegend etwas ruhiger angehen lassen.

Der Vulkan Ijen – Schwefel, Menschenmassen und ein kurzer Moment Magie

Unser eigentliches Ziel ist der Vulkan Ijen. Ursprünglich haben wir geplant, die Wanderung komplett auf eigene Faust zu organisieren. Dafür hätten wir allerdings einen Roller, Gasmasken und die nötigen Eintrittskarten sowie ein Gesundheitszertifikat selbst organisieren müssen.

Da das Wetter weiterhin unbeständig ist, entscheiden wir uns schließlich doch für eine Tour. Rückblickend ist das bei dem Regen wahrscheinlich die entspanntere Variante: Statt durchnässt auf einem Roller zum Eingang des Nationalparks zu fahren, können wir einfach im Auto sitzen und hoffen, dass sich das Wetter noch verbessert.

Gesagt, getan. Um 00:30 Uhr werden wir abgeholt. Ein Van, ein Fahrer und fünf weitere Reisende – ein Teil unserer Gruppe für die Nacht.

Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichen wir den Eingang zum Nationalpark und bekommen eine kurze Einweisung. Wie groß unsere eigentliche Gruppe ist, wissen wir zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr genau. Überall stehen Menschen mit Taschenlampen und Wanderausrüstung bereit. Um 2 Uhr nachts öffnen sich die Tore und die Menschenmenge setzt sich langsam in Bewegung.

Der Aufstieg ist überraschend kurz, aber durch den Regen deutlich anstrengender als erwartet. Der Boden ist matschig, immer wieder machen wir kurze Pausen, während unser Guide das Tempo vorgibt. Es ist unfassbar kalt und die vielen Schichten an Klamotten helfen bei dem Wind kaum.
Und dann passiert etwas, womit wir nicht gerechnet haben: Wir stehen im Stau?!

Tausende Menschen bewegen sich gleichzeitig auf einem schmalen Weg. Während einige gerade in den Krater hinuntersteigen wollen, kommen andere bereits wieder hoch. Es gibt kaum Platz zum Ausweichen und so brauchen wir fast 30 Minuten für einen Weg, der eigentlich nur wenige Minuten dauern würde.

Der Grund für den Andrang ist das berühmte „blaue Feuer“ des Ijen. Dabei handelt es sich nicht um echtes Feuer, sondern um Schwefelgase, die sich entzünden und dadurch nachts blau leuchten. Dieses Naturphänomen gibt es nur an wenigen Orten weltweit.

Wir hatten ehrlich gesagt keine allzu großen Erwartungen – und das war auch gut so :) Kaum unten angekommen, winkt uns unser Guide zu einem kleinen blauen Leuchten zwischen den Menschenmassen. Schnell ein Foto, dann sind die nächsten Besucher an der Reihe. Bei einer großen Gruppentour fühlt man sich eher „abgearbeitet“.
Wir wollen deshalb schnell wieder aus dem Krater heraus. Der Schwefelgeruch ist, trotz der Gasmasken, extrem intensiv und die Augen brennen durch den Rauch. Wir machen uns auf den Rückweg.
Doch auch hier wartet die nächste Herausforderung: Wieder stehen wir im Stau. Für einen eigentlich kurzen Weg brauchen wir wieder eine halbe Stunde.

Langsam wird es heller und wir können zum ersten Mal den Kratersee erahnen. Also heißt es: schnell hoch zum Kraterrand um den Sonnenuntergang nicht zu verpassen.
Oben angekommen, ist die Sicht zunächst enttäuschend. Wir stehen mitten in einer dichten Wolkenschicht und sehen kaum mehr als ein paar Meter weit. Gleichzeitig hat diese Stimmung aber auch etwas Besonderes. Der Weg, die Pflanzen und die mystische Atmosphäre wirken fast unwirklich. Es ist richtig kalt, wir sind müde und wollen uns die Enttäuschung nicht eingestehen.

Und dann passiert es: Die Wolken reißen kurz auf.

Hinter uns wird der Himmel heller und einige, wenige Sonnenstrahlen finden ihren Weg durch die dichte Wolkendecke. Auf der anderen Seite können wir für wenige Sekunden den türkisfarbenen Kratersee erkennen. In diesem Moment schwindet die Enttäuschung - ein kurzer und dadurch umso aufregender Moment.
Unser Guide kocht Tee für uns während wir geduldig warten, ob die Wolken noch einmal komplett aufziehen. Ganz so viel Glück haben wir zwar nicht – aber immer wieder bekommen wir kurze Blicke auf den See.

Auf dem Rückweg sehen wir schließlich zum ersten Mal die Strecke, die wir nachts im Dunkeln hochgelaufen sind. Der aufsteigende Schwefeldampf, die steilen Wege und die vielen Menschen, die dieses Schauspiel beobachten, ergeben ein beeindruckendes Bild.
Der Abstieg ist durch den Regen allerdings noch einmal eine Herausforderung. Der Weg ist komplett aufgeweicht und wir müssen aufpassen, nicht im Schlamm auszurutschen.

Immer wieder gehen einheimische Arbeiter mit umgebauten Karren an uns vorbei, mit denen sie Besucher den Berg hinuntertransportieren. Für viele ist das eine wichtige Einnahmequelle.

Wir verzichten darauf und sind ehrlich gesagt froh, als wir wieder im Van sitzen und zurück zu unserer Unterkunft fahren.

Trotz einiger Herausforderungen war der Ijen für uns ein besonderes Erlebnis. Wir würden beim nächsten Mal wahrscheinlich versuchen, die Tour kleiner oder individuell zu organisieren, um flexibler zu sein und die Menschenmassen etwas zu umgehen.
Das Wetter hat zwar nicht wirklich mitgespielt – aber vielleicht waren gerade die kurzen Momente, in denen sich die Wolken geöffnet haben, deshalb umso beeindruckender.

Weiter zum Bromo – unser Highlight auf Java

Nach dem Ijen fallen wir erst einmal ein paar Stunden ins Bett, bevor es weiter Richtung Bromo geht. Der Bromo ist der letzte Vulkan auf unserer Indonesien-Reise – und schon im Vorfeld haben wir gehört, dass die Landschaft dort etwas ganz Besonderes sein soll.

Der klassische Weg führt von Banyuwangi mit dem Zug Richtung Probolinggo und anschließend mit einem Taxi in eines der Dörfer rund um den Vulkan. Über unsere Unterkunft bekommen wir allerdings ein Taxi angeboten. Der Fahrer müsste ohnehin leer zurück zum Bromo fahren, weshalb wir einen guten Preis bekommen. Rückblickend war das eine richtig gute Entscheidung.
Nicht nur, weil die Fahrt sehr entspannt ist, sondern auch, weil wir dadurch noch einen ganz besonderen Einblick bekommen. Unser Fahrer lädt uns nämlich spontan zu seiner Familie auf einen Tee ein. Seine Mutter empfängt uns unglaublich herzlich und versorgt uns sogar noch mit reichlich Obst für die weitere Fahrt. Der Fahrer erzählt uns, dass er ca. 4 Autostunden entfernt mit seiner Frau und Kindern lebt und er seine Eltern oft nur 2x im Jahr sieht: umso mehr freut sich seine Mutter über den kurzen, unerwarteten Besuch.

Abgesehen von den etwas gewöhnungsbedürftigen Toiletten – hier natürlich wieder typisch Indonesien mit einem Loch im Boden – ist die Fahrt sehr entspannt. Nach einigen Stunden und ein paar Folgen drei??? erreichen wir schließlich das kleine Bergdorf am Bromo.
Der erste Unterschied zu den anderen Orten fällt sofort auf: Es ist kalt und die Luft ist anders. Aber immerhin nicht Nass und kein Regnen.
Wir mieten uns einen Roller, erkunden noch ein wenig die Umgebung und kaufen Snacks für die Nacht.
Denn der nächste Morgen beginnt wieder früh.

Sonnenaufgang am Bromo – eine Landschaft wie von einem anderen Planeten

Um 3.30 Uhr klingelt der Wecker.

Wir ziehen uns so warm wie möglich an (was im Nachhinein trotzdem nicht warm genug war), steigen auf unseren kleinen Roller und machen uns auf den Weg Richtung Aussichtspunkt.

Wir fahren so weit wie möglich nach oben und stellen den Roller ab. Schon hier sehen wir die ersten Jeeps und Rangerovers mit Touristen, die den klassischen Weg nehmen.

Doch wir wollen den Menschenmassen etwas entkommen.

Also laufen wir weiter. Vorbei an der großen Plattform, an der die meisten Besucher stehen bleiben, suchen wir uns einen kleinen unscheinbaren Trampelpfad. Und tatsächlich: Wir finden einen Platz, an dem wir fast alleine sind.

Später gesellt sich noch ein französisches Paar zu uns, aber ansonsten können wir den Moment ganz in Ruhe genießen.

Und dann geht die Sonne auf.

Vor uns verändert sich die komplette Landschaft.

Langsam werden die Konturen sichtbar und wir sehen die riesige Berglandschaft rund um den Bromo. Schwarze Vulkanhänge, eine weite Sandebene und die umliegenden Berge – alles wirkt fast unreal.

So eine Landschaft haben wir vorher noch nie gesehen.

Aber seht selbst:

Einige Fotos später machen wir uns wieder auf den Rückweg. Die meisten Touristen mit geführten Touren sind inzwischen weitergezogen, um direkt auf den Bromo zu steigen.
Wir fahren erst einmal zurück zur Unterkunft, frühstücken und wärmen uns auf. Gegen 9 Uhr machen wir uns erneut auf den Weg – diesmal direkt in die Vulkanlandschaft.

Der Krater des Bromo – Schwefelgeruch und eine Mondlandschaft

Wir finden den richtigen Parkplatz nicht und stellen unseren Roller etwas zu weit entfernt im Sand ab. Weiter kommen wir mit dem kleinen Roller durch den tiefen Sand nicht wirklich, also entscheiden wir uns, zu Fuß zu gehen. Die Landschaft ist beeindruckend. Weit und breit sehen wir kaum Menschen und laufen durch eine riesige dunkle Sandfläche, die eher an einen anderen Planeten erinnert als an Indonesien.

Nach einiger Zeit erreichen wir die Treppen zum Krater.

Hier stehen einige Pferde, mit denen manche Besucher die kurze Strecke zurücklegen. Für uns ist das nicht wirklich nachvollziehbar – der Weg ist flach und problemlos zu Fuß machbar. Oben angekommen, stehen wir schließlich direkt am aktiven Krater des Bromo.
Man hört das Grollen tief aus dem Inneren des Vulkans. Eine dicke Schwefelwolke steigt auf, der Geruch erinnert stark an faule Eier und trotz der beeindruckenden Aussicht merkt man schnell: Hier ist die Natur noch richtig aktiv.

Wir genießen den Moment, bleiben aber nicht zu lange. Die Windwirbel befördern den Sand immer wieder direkt in unsere Augen. Und der Schwefel Geruch ist auf Dauer nicht angenehm. Also machen wir uns wieder auf den Rückweg durch die Vulkanlandschaft zu unserem Roller.

Der Bromo gehört für uns definitiv zu den Highlights auf Java. Zum einen hatten wir unglaublich gutes Wetter – die klare Sicht beim Sonnenaufgang war einfach spektakulär. Zum anderen hat uns gefallen, dass man ohne geführte Tour den großen Menschenmassen entkommen kann. Obwohl täglich tausende Menschen hierherkommen, waren wir zwischendurch fast alleine in dieser beeindruckenden Landschaft.
Für uns war der Bromo deshalb ein richtig schönes und (im Gegensatz zur Ijen Tour: entspanntes) Abenteuer.

Tumpak Sewu – der beeindruckendste Wasserfall unserer Reise?


Wir buchen zwei Nächte in einer Unterkunft in der Nähe des Wasserfalls. Allerdings merken wir schnell: Der Ort selbst hat nicht besonders viel zu bieten. Es gibt einen einzigen kleinen Warung mit sehr leckeren Satay-Spießen, aber ansonsten nicht einmal einen Markt.
Unsere Rezeptionistin ist dafür umso hilfsbereiter und empfiehlt uns einen Wasserfall ganz in der Nähe. Ohne groß nachzuschauen, machen wir uns direkt auf den Weg.

Und was sollen wir sagen: Dieser Wasserfall ist bis dahin der höchste, den wir jemals gesehen haben.
Die Wassermassen stürzen in die Tiefe, die Umgebung ist grün und ruhig – wir sind sofort beeindruckt. Nach diesem kleinen Abenteuer müssen wir uns allerdings erst einmal wieder die vielen Stufen nach oben kämpfen.

Beim Aufstieg wissen wir schon: Am nächsten Tag soll noch ein größeres Highlight auf uns warten.

Tumpak Sewu – ein Wasserfall wie aus einem Film

Am nächsten Morgen starten wir früh. Wir wollen die Ersten am bekannten Wasserfall sein.
Es ist wohl der bekannteste Wasserfall Indonesiens: Tumpak Sewu.

Bekannt ist der Wasserfall vor allem für sein beeindruckendes Panorama. Vor einer riesigen Felswand stürzen unzählige Wasserströme über 100 Meter in die Tiefe, während im Hintergrund der Vulkan Semeru zu sehen ist. Schon der Weg nach unten ist ein kleines Abenteuer.

Durch den Regen in der Nacht zuvor fließt überall Wasser über die Treppen und Wege. Man muss aufpassen, nicht auszurutschen, und teilweise fühlt es sich eher wie eine kleine Wanderung durch einen Fluss an.

Aber genau das macht den Weg spannend.
Unten angekommen, sind wir komplett beeindruckt.
Von hier unten wirkt der Wasserfall noch einmal viel größer. Die Geräusche der Wassermassen, der Sprühnebel und die riesige Felswand um uns herum machen den Ort fast unwirklich.

Für uns ist aber nicht nur der Wasserfall selbst das Highlight.

Die gesamte Umgebung ist unglaublich schön. Überall läuft Wasser die Felsen hinunter, es gibt kleine natürliche Pools und sogar eine Höhle, in die Philipp hineinschwimmt.
Das Beste daran: Trotz der Bekanntheit des Wasserfalls sind kaum andere Besucher hier.
Gegen 10 Uhr kommen wir wieder an unserer Unterkunft an und entscheiden spontan, schon am selben Tag nach Malang weiterzufahren. Ein Taxifahrer macht uns ein gutes Angebot und wir finden die Idee perfekt.

Malang – eine Pause nach den Abenteuern

In Malang verbringen wir schließlich vier Nächte.

Eigentlich haben wir hier gar nicht viel geplant. Nach den vielen frühen Morgenstunden, Wanderungen und langen Fahrten tut es aber richtig gut, wieder einen Gang runterzuschalten. Unsere Unterkunft mit Pool auf dem Dach ist dafür perfekt. Endlich haben wir wieder etwas Platz, können unsere Sachen sortieren und einfach entspannen.

Auch kulinarisch gefällt uns Malang richtig gut. Besonders das Streetfood ist ein Highlight. Die frischen Dumplings und Nudeln an den kleinen Ständen sind unglaublich lecker.

Wir machen noch einen Abstecher zu einem bunten Stadtviertel. Die Entstehung des Bunten Viertels ist allerdings etwas traurig. Es ist ein sehr armes und heruntergekommenes Viertel, in dem die Einwohner sich irgendwann entschieden haben ihren Stadtteil etwas schöner zu gestalten und alles bunt anzumalen.
Heute ist es eine Touristenattraktion. So sammeln sie noch ein wenig Geld durch den Eintritt.

In Malang feiern wir noch meinen Geburtstag:

Der Perfekte Tag in Malang – Wellness, Sushi und wahnsinniges Essen

Der Tag beginnt ganz entspannt mit Frühstück im Bett und etwas Zeit am Pool.

Dann mache ich etwas, das ich schon lange ausprobieren wollte: eine japanische Kopfbehandlung.
Dazu gehört eine Analyse der Kopfhaut, eine Kopf- und Schultermassage, Haarpflege und am Ende ein Styling.

Nach Wochen voller Wanderungen, Schweiß und frühen Morgenstunden ist das genau das Richtige. Wenn man in Asien unterwegs ist, sollte man so etwas wirklich einmal ausprobieren – es ist unglaublich entspannend.

Aber das war noch nicht das Highlight.
Perfekt gestylt geht es danach zum Sushi essen :)

Und dieses Erlebnis hätten wir niemals erwartet.
Das kleine Restaurant ist komplett leer und wir haben den ganzen Raum für uns alleine. Hinter uns kümmern sich zwei unglaublich aufmerksame Mitarbeiterinnen um jeden Wunsch, während vor uns das Sushi frisch zubereitet wird. Wir haben kein Omakase gebucht, aber das Gefühl war sehr ähnlich – nur mit dem Unterschied, dass wir selbst auswählen können, welche Gänge wir probieren möchten.

Die Highlights sind definitiv das Wagyu und der Bluefin Tuna. Die Qualität ist unbeschreiblich gut.
Anlässlich meines Geburtstages bekommen wir außerdem noch ein Matcha-Tiramisu und Schoko-Pralinen geschenkt.

Wir verlassen das Restaurant mit einem unglaublich guten Gefühl. Wir hätten wirklich Luftsprünge machen können – so unglaublich war das.


Fazit Java

Und plötzlich ist die Zeit, die wir so lange im Voraus geplant haben, schon fast vorbei.

Malang ist unser letzter Stopp auf unserer Indonesien-Reise. Zwei Monate Indonesien gehen langsam zu Ende.
Nach Java warten noch neue Eindrücke auf uns: ein kurzer Aufenthalt in Singapur und anschließend Kuala Lumpur – mit einer Unterkunft, die wahrscheinlich die spektakulärste Aussicht unserer Reise bisher haben wird.

Aber zuerst bleibt unser Fazit zu Java:
Wir hatten nicht besonders viel Zeit, um die kulturelle Seite der Insel kennenzulernen. Dafür konnten wir einige der beeindruckendsten Landschaften erleben, die Indonesien zu bieten hat.
Java ist unglaublich vielfältig. Von aktiven Vulkanen über riesige Kraterlandschaften bis hin zu versteckten Wasserfällen – die Natur hier ist einfach beeindruckend. Ja, die Orte sind touristisch und teilweise zu gut besucht. Aber mit etwas Planung kann man den großen Gruppen trotzdem entkommen und die Highlights fast für sich alleine genießen.

Für uns war Java definitiv eine der beeindruckendsten Stationen unserer Indonesien-Reise.

Jetzt freuen wir uns aber auch auf neue Eindrücke, neue Geschmäcker und die nächsten Abenteuer, die noch vor uns liegen.

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Bali mal anders - die Nordküste